Reitpädagogik & Reittherapie

Reitpädagogik & Reittherapie 

Die Reitpädagogik und Reittherapie ist ein Segment der pferdegestützten Intervention und ermöglicht Menschen jeden Alters den Austausch mit dem Lebewesen Pferd, Bewegung und Entspannung draussen in der Natur. Im Zentrum steht immer der Mensch, das Pferd ist der Co-Therapeut. Etwas irreführend ist das Wort Reiten in REIT-Therapie und REIT-Pädagogik, da nicht zwingend geritten werden muss, sondern das Zusammensein mit dem Pferd im Zentrum steht. Dafür muss man sich nicht unbedingt auf das Pferd setzen, sondern es gibt auch viele andere Möglichkeiten, um sich mit dem Pferd auseinander zu setzen.

Warum und weshalb und welche Wirkung die Reittherapie und die Reitpädagogik haben, erfährst Du hier:

 

Pferdegestützte Intervention PP

Reitpädagogik

Zu Grunde der Reitpädagogik liegt, wie es der Name schon sagt, die Pädagogik (=Erziehungswissenschaft). In diesem Bereich arbeite ich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ohne oder nur mit leichten Einschränkungen/Verhaltensauffälligkeiten an Zielen, die von ihnen selber oder von ihren Eltern gesetzt werden. Häufig sind diese im Bereich der Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Motorik, Konzentration, Führungskompetenz, etc.. Oft kommen auch Menschen mit dem Wunsch, den Umgang mit dem Pferd und das Reiten an sich zu erlernen. Das kann ich ihnen bis ca. Brevet-Niveau auch beibringen. Ich erteile aber keine Reitstunden im klassischen Sinn. Diplomierte Reitlehrer können meist mehrere Ausbildungen und Erfolge im reiterlichen Bereich vorweisen. Sie haben aber oft keine pädagogische Ausbildung. Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich habe keine diplomierte reiterliche Ausbildung, dafür aber mehrere Ausbildungen im pädagogischen Bereich. Ich bin sozusagen Expertin wenn es um das Vermitteln von Wissen und Kompetenzen geht. Alles was ich meinen Schülern beibringe, vermittle ich auf pädagogisch sinnvolle Art und Weise, so dass es klar verständlich ist und meine Schüler auf ihrem Weg weiter bringt. Ich habe viel Geduld, gehe individuell auf jede Person ein und erkläre auch gerne etwas noch einmal oder anders, falls es nicht verstanden wird. Mein grösstes Ziel ist es, ein angenehmes Klima zu schaffen, in dem sich meine Reitschüler, egal welchen Alters, wohl fühlen und sich so individuell entfalten und entwickeln können.

Reittherapie

Zu Grunde der Therapie liegen Massnahmen, die darauf abzielen, Behinderungen, Krankheiten und Verletzungen (auch psychischer Natur) positiv zu beeinflussen. Hier arbeite ich mit Menschen, die von einem Arzt, Psychiater oder ähnlichem eine Diagnose bekommen haben und versuche ihr Handicap positiv zu beeinflussen. Oft sind es Menschen, die auf irgend eine oder auch mehrere Arten körperlich oder psychisch eingeschränkt sind. Die Ziele sind oft die gleichen, wie in der Reittherapie, es steht jedoch sehr selten das Reiten lernen im Zentrum.

Einzel- und Gruppenstunden 

Für wen: Kinder ab 3 Jahren, Jugendliche, Erwachsene

Mögliche Inhalte:

  • Pferd als Lebewesen kennen lernen
  • Kenntnisse über das Verhalten der Pferde und den Umgang mit ihnen erwerben
  • Erlernen der Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Pferd
  • Versorgung und Pflege des Pferdes
  • Führ- und Bodenarbeit
  • Reiten auf dem Reitplatz oder im Gelände (geführt, frei oder auf einem Handpferd)
  • Voltigier Übungen (Kunststücke auf dem Pferd)
  • Geschicklichkeitsübungen
  • Natur erleben und auf sich wirken lassen
  • die Seele baumeln lassen, zur Ruhe kommen und sich entspannen
  • bewegtes Lernen auch von schulischen Inhalten möglich (z.Bsp. Mathematik)

Im Vorgespräch/bei einer Schnupperstunde werden Erwartungen und mögliche Ziele der Stunden besprochen. Die Stundeninhalte werden dann von mir darauf angepasst und individuel gestaltet.

Wie kann eine Stunde aussehen?

  1. Begrüssung: Wir gehen zusammen zum Pferd in den Stall/auf die Weide, begrüssen es erst einmal, halftern es an und führen es an den Putzplatz.
  2. Putzen: Wir putzen das Pferd. Dies dient der Kontaktaufnahme zwischen Mensch und Pferd und das Pferd wird dabei gepflegt. Hier stellt man sich gegenseitig aufeinander ein und findet heraus, in welcher Stimmung sich der andere befindet. Daraus kann sich der weitere Ablauf der Stunde ergeben. Nach dem Putzen machen wir das Pferd und uns für den weiteren Einsatz bereit.
  3. Aktivität: Nun geht es auf den Reitplatz oder ins Gelände. Das kann auf oder auch neben dem Pferd sein. Wir lernen mit- und voneinander.
  4. Verabschiedung: Am Ende versorgen wir wieder alle Sachen in der Sattelkammer und belohnen das Pferd mit seinem Futter. An heissen Tagen freut es sich auch über eine erfrischende Dusche aus dem Wasserschlauch. Dann bringen wir das Pferd wieder zurück in den Stall oder auf die Weide und verabschieden uns von ihm.